Man fühlt sich ein bisschen wie in eine surreale Welt versetzt, die einem dennoch vertraut erscheint. Man begreift, dass es mitunter Kleinigkeiten sind, die einem Bild ein völlig anderes Gepräge geben, und dass zwischen Realität und Traum oft nur ein haarfeiner Unterschied besteht. Und kommt das dann auch noch in Form von Fotos in Schwarz-Weiß daher, empfindet der Betrachter dieser Bilder ein Gefühl von seltsam bekannter Fremdartigkeit.

Die Fotos von Michel Rajkovic aus seiner „Nowhere“ Serie wirken wie abgelichtete Metaphern. Das, was fotografiert wird, eine verschneite Treppe, die im Nirgendwo zu enden scheint oder Steine, die aussehen, als ob sie auf einer vollkommen unbewegten Wasseroberfläche schweben würden, sind ausdrucksstark und dennoch leise. Der französische Fotograf hat sich auf die Schwarz-Weiß-Fotografie und dabei vor allem auf Landschaften und Architektur spezialisiert. Während die Landschaftsbilder oft weite Räume abbilden, in denen das Auge auf kleinen Ankerpunkten ruhen kann, zeigen die archetektonischen Bilder ein Spiel mit Formen und Perspektiven.

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