Nein , etwas fürs Auge sind sie wirklich nicht, die Nacktmulle, welche auch Molratten genannt werden. Diese zehn bis fünfzehn Zentimeter lange Rattenart hat einen fast gänzlich unbehaarten Körper.

Das sieht zwar nicht gerade schön aus mit der lose und ziemlich faltig am Körper anliegenden Haut, aber es ist für die Tiere durchaus von Nutzen: Parasiten können sich so schlechter auf dem Körper der Tiere ansiedeln und die Hautfalten schützen die inneren Organe der Nacktmulle, wenn diese sich durch enge Gänge bewegen.

Auch die Augen dieser Tiere würden keinen Schönheitswettbewerb gewinnen: Sie sind von einem dicken Augenlid fast völlig abgedeckt. Dazu ist die Schnauze abgeflacht und die Nagezähne stehen weit aus dem Maul heraus. Die Natur hat diese Rattenart also mit wenig attraktivem Körperbau ausgestattet, aber stattdessen dafür gesorgt, dass die Nacktmulle niemals von Tumoren befallen werden können.

Das nun liegt an einem ganz bestimmten Gen namens p16, welches das Wachstum von Krebszellen verhindert, bevor diese entarten können. Die Wirksamkeit dieses Gens könnte auch für den Menschen ein große Chance bedeuten: das Stoppen von Krebs, bevor er sich ausbreitet.
Also ohne Zweifel: nützliche Tiere! Aber trotzdem hässlich!!!
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Von Tim Steiner | 3.01.10 |
Urban Lifestyle
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