Wer es gerne scharf mag, sei es zur Brat-oder Currywurst, zu Steaks, zum Barbecue oder für den deftigen Chili-con-Carne-Eintopf, findet im Handel eine große Anzahl von feurigen Fertigsoßen.
Die Schärfe der Soßen, welche ihr Feuer oft der Paprika oder der Chili-Schote verdanken, wird mittels des sogenannten Scoville-Grades ermittelt. Diese Vorgehensweise zum Verdünnen sowie zur Verkostung wurde von Wilbur L. Scoville erfunden. Er bat seine Probanden, eine immer stärkere Lösung der untersuchten Saucenprobe zu kosten. Hierbei erhielt der Grad der Verdünnung, bei dem keine Schärfe mehr zu schmecken war, den Scoville-Grad Null. Heute gibt es daneben noch andere Skalen für die Schärfeangabe einer Sauce.
Eine der schärfsten Saucen der Welt, The Source, besitzt zum Beispiel einen Grad von 7.100.000 Scoville.
Wer scharfe Soßen probieren möchte, tut gut daran, sich langsam an das Feuer für den Gaumen heranzutasten, damit aus dem Geschmackserlebnis kein scharfer Schock fürs Leben wird. Denn die menschlichen Geschmacksnerven gewöhnen sich nur allmählich an die Schärfe. Also: Lieber nicht gleich zu „The Source“ greifen!
Einen guten Griff tun Hot-Sauce-Freunde zum Beispiel bei der Tabascosauce, die auf der Grundlage von Tabasco-Chilis hergestellt wird. Als Hit gilt hier immer noch die Tabasco Pepper Sauce mit einer Schärfe von 2500 bis 5000 SCU.
Für das Barbecue besonders zu empfehlen ist die Tabasco Chipotle Pepper Sauce, die auch als Beigabe für andere gegrillte Speisen sehr lecker ist. Wer dagegen mehr auf das Süßsaure steht und die asiatische Küche mag, sollte einmal die Tabasco Sweet &Spicy Pepper Sauce probieren. Sie gibt auch Reisgerichten eine pikante Note und ist zudem noch die mildeste unter den Tabasco-Pfeffer–Soßen. Sie misst nämlich nur 100 bis 600 SCU.
Fortgeschrittene Hot-Sauce-Kenner können sich an die Tabasco Habanero Sauce wagen. Diese gilt als die schärfste unter den Tabascosaucen, was sie den ultrascharfen Habanero-Chilis verdankt. Die scharfen Chilis gibt es in der Soße dann noch mit Tamarinde, schwarzem Pfeffer, Banane, Mango und Ingwer kombiniert.
Viele scharfe Soßen kommen übrigens aus dem USA. Hier gibt es mittlerweile weit über 1000 verschiedene Kreationen. Wichtig ist neben der Schärfe natürlich der gute Geschmack der Saucen – also die ausgewogene Mischung aus Aroma und feurigem Chili oder Paprika.
Wer Hot Sauces mag, kann sich hier auch mal Karibikfeeling aufs Grillfleisch holen: zum Beispiel Melindas Mango.
Auch auf den deutschen Markt kommen immer mehr scharfe Saucenvarianten, zum Beispiel Texicana Salsa Verde der Firma Maggi, eine Hot Sauce, mit der man eigentlich nichts falsch machen kann.
Extrem scharf aber wird es immer dann, wenn eine Sauce viel Capsaicin enthält. Dieses sitzt vor allem im Innenleben einer Chilischote und ist viel schärfer als das Fruchtfleisch selber.
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