Man sollte sich eigentlich darüber freuen, dass die Eva dem Adam damals im Paradies den Apfel angeboten hat. Denn wären die beiden nie aus dem sagenumwobenen Garten Eden herausbekommen, wer weiß, ob wir dann in den Genuss der verbotenen Frucht gekommen wären.

Allerdings sind Äpfel auch noch zu etwas anderem als zum Verzehr geeignet. Bratapfel, Paradiesapfel, Apfel im Schlafrock, Apfel in Schokoladensoße, Apple iPod: Zu diesen sinnlichen Genüssen ist nun nämlich noch der Apfel als Kunstobjekt gekommen.

Hiermit ist nun keineswegs ein Apfelstillleben gemeint, sondern Kunst, die aus echten Äpfeln hergestellt wird. Hierbei werden die Früchte wie Mosaiksteine benutzt und so entstehen riesige Apfelgemälde. Die Äpfel werden auf Stahlstifte gespießt, wo sie ja aufgrund ihres festen, aber weichen Fruchtfleisches gut halten.

Und so entstehen – Apfel für Apfel – riesengroße, fantastische Kunstwerke. Von weiter weg betrachtet wirkt die Apfelkunst tatsächlich wie ein riesiges, kunstvolles Mosaik, und man fühlt sich hier an griechische oder römische Meisterwerke erinnert, welche als Wandschmuck große Gebäude zierten.

Die Bildinhalte erinnern zum Teil auch an biblische Zeiten, da das eine Kunstwerk Adam und Eva neben dem Baum mit der verbotenen Frucht zeigt. Auf diesem Apfelgemälde sind auch noch an ägyptische Schriftzeichen erinnernde Motive zu sehen. Wie groß diese Objekte sind, zeigt das riesige, dreiteilige Kunstwerk aus Äpfeln, das wie ein surrealistisches Gebäude wirkt, auf dem stilisierte Apfelbäume zu sehen sind.

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Von Tim Steiner | 17.01.10 |
Art & Design