Kevin Smith ist eigentlich Autorenfilmer – also ein Regisseur, der ausschließlich seine eigenen Drehbücher verfilmt. So wie Bergman, Fassbinder und Tarantino. Nur, dass seine Filme selten das Prädikat „Kunst“ bekommen – es geht beim ihm eben eher um eine Paar Verlierer, die ihre Tage damit verbringen, nerdiges Zeug zu quatschen und im Idealfall Sex zu haben.
Seine Figuren Jay und Silent Bob sind leider keine Anwärter für Oscars oder goldene Palmen. Darum war keiner so überrascht wie er selbst, als man ihm anbot, beim neuen Bruce Willis Film Regie zu führen. „Cop Out“ ist eine klassische Buddy Komödie, mit Tracy Morgan („30 Rock“) als Sidekick.
Ja, Action steht hier nur an zweiter Stelle. Man kann allerdings bereits jetzt feststellen, dass man Mr. Smith auch lieber die Dialoge hätte verfassen lassen sollen. Denn wenn er mit seinen Filmen wie „Clerks“, „Dogma“ oder „Zack and Miri make a Porno“ etwas bewiesen hat, dann, dass er der Meister von rhythmischen, lebensnahen und saukomischen Dialogen ist. Kleines Beispiel gefällig?
Übrigens dürfte Mr. Smith einer der intensivsten Podcaster, Blogger und Twitterer des Planeten sein.
Es macht ihm offensichtlich viel Freunde, die Welt an seinem Leben teilhaben zu lassen, denn am besten ist Kevin Smith, wenn er ganze Stadthallen mit seinen Q&A Sessions füllt und dabei hemmungslos aus dem Nähkästchen plaudert – ob über den Sex mit seiner Frau, das Arbeiten mit Bruce oder einen Analriss. Ein Einblick in die erste von mittlerweile drei DVDs dieser Happenings gibt es hier: